Emscherland – Schiffshebewerk – Felder & Höfe, Quellberg und KLT
Wenns mal wieder schnell gehen muss, bieten Grundlagen- / Ausdauerrunden die perfekte Balance zwischen “noch schnell raus” und “Training”. Diese Tour ist so eine Runde. Man kann sie gut rollen, es gibt ein paar Dinge zu bestaunen und wenn man will, kann man es auch schneller angehen lassen!
Die Tour bei Komoot
Wo geht es los?
Die Tour startet an der Kreuzung König-Ludwig-Trasse / Emscher-Weg. Im Rahmen der Renaturierung der Emscher wurden ja zahlreiche Verweilpunkte entlang der Emscher neu angelegt, renoviert oder modernisiert. Diese Medaille ist einer der Dinge, die hier installiert wurde. Dort soll unsere Tour starten.

Emscherland
Das erste Ziel ist das von hier, ca. 2,9 km entfernte Emscherland. Hier gibt es eine ganze Menge zu entdecken, wenn man sich die Zeit nimmer. Neben zahlreichen Grünflächen und Infotafeln, gibt es auch eine kleine Halde, ein Rückhaltbecken für Hochwasser und eine architektonische Besonderheit. Die Emscher fließt nämlich unter dem Rhein-Herne-Kanal hindurch. Das gibt es so nicht häufig auf der Welt.

Wir interessieren uns an dieser Steller erst einmal weniger, wir wollen den Sprung über die Emscher wagen und dann vorwärtskommen. Was damit gemeint ist, ist schnell erklärt. Emscher und Rhein-Herne-Kanal werden mit einer optisch sehr ansprechenden Brücke überspannt, welche “Sprung über die Emscher” heißt. Da müssen wir rüber.

Schiffshebewerk Henrichenburg
Von Sprung über die Emscher bis zum Schiffshebewerk sind es dann nochmal entspannte 2,9 km, immer am Kanal entlang. Gelegentlich kann man sich auch mal mit den Sprintern der Kanuschule duellieren oder einen der zahlreichen Frachtschiffe auf dem Kanal abziehen.
Besonders herausfordern ist der Teil, wenn es windig ist und man natürlich Gegenwind hat.

Zu den Höfen
Um “zu den Höfen” zu gelangen, müssen wir ein Stück an der Dortmunder Straße entlang radeln. Das ist nicht besonders schön, aber leider nicht vermeidbar. Dafür bieten wir dann später zu den Höfen ein und werden mit Wiesen, Pferden und einem spannenden Bahnübergang belohnt.

Der Bahnübergang wird auf Anfrage geöffnet, dazu muss man eine Taste betätigen und wenn man auf der anderen Seite angekommen ist, kurz bestätigen, dass man drüben ist. Manchmal hat man aber auch Glück und der Übergang steht offen.

Rauf auf den Quellberg
Bevor es auf den Quellberg geht, müssen wir noch über die Felder von Beckum radeln, was besonders dann schön ist, wenn die Sonne und die Wolken es erlauben. Heute wusste ich nicht genau, ob ich den Arsch noch nass bekomme, oder ob es gut geht. Spoiler, es ist gut gegangen.

Rund 3,6 km später sind wir dann im Stadtteil Suderwich angekommen, von wo wir den Aufstieg auf den Quellberg wagen. Mal Butter bei die Fische. Der Quellberg ist natürlich kein richtiger Berg, mit Alpen oder Sauerlandniveau. Die Steigung ist halt auch nur rund 900 m lang und bringt einem 20 HM.
Durch den eigenen Ansporn kann man aber steuern, wie man den Berg bezwingen will. Mit Druck auf dem Pedal, oder eher mäßig. Das macht die Steigung so interessant. Oben wartet dann eine schöne Aussicht über die Region, bevor es dann auf die letzte Etappe geht.
Zurück über die König-Ludwig-Trasse
Rund 4,6 km bleiben jetzt noch auf der Uhr, bis wir wieder am Start ankommen. Diese Distanz absolvieren wir über die gut ausgebaute König-Ludwig-Trasse, kurz KLT. Dabei passieren wir die A2, welche an dieser Stelle einen schönen Blick auf die Halde Hoheward erlaubt und ein langes Graffiti, zur KLT, mit passender Lore und einem angedeuteten Stollen.

