Die Sache mit dem ASI-Schild

Bereits vor ein paar Tagen sind mir diese kleinen gelben Fähnchen aufgefallen, die immer mal wieder am Wegesrand zusehen waren. Beim ersten Mal dachte ich noch: „Oh, da hat vielleicht jemand einen Messpunkt abgesteckt.“ und als ich dann ein weiteres Fähnchen, mehrere Hundert Meter weiter zur Kenntnis genommen hatte war ich mir sicher, hier hat jemand eine bestimmte Distanz abgesteckt.

Am Kanal wird immer mal gerne Sport getrieben. Die einen rudern, die anderen laufen, ich fahre dort Rad. Es ist also nichts Ungewöhnliches, dachte ich.

Aber ich sollte mich irren, denn wenige Tage später fiel mir auf, worin diese kleinen Fähnchen stecken. Sie stecken in Hundehaufen, welche am Wegesrand zurückgelassen wurden. Das amüsierte mich köstlich, denn das habe ich bisher so noch nicht gesehen.

Hundehaufen und ich, okay, einer dieser natürlichen Feinde des Radfahrers ist nun mal der Hundehaufen. Die Tretminen liegen meist da, wo man sie nicht brauchen kann. Im Optimalfall haben sie ihre Konsistenz schon so verändert, dass sie keinen oder kaum noch Schaden anrichten können. Aber ist die Fangopackung noch frisch, hat man sie entweder im Gesicht hängen, oder schleppt sie Kilometerweit im Profil des Reifens mit sich herum.

Scheiße die kein Gold wird

Ich bin eigentlich immer der Meinung gewesen, dass Hundekot auch eine Art von Dünger ist. Klar, ein Feldweg muss nicht gedüngt werden und auch am Wegesrand finden sich eher selten Nutzpflanzen, die von dem kostenlosen Dünger profitieren könnten. Weiter hat sich mir auch nie so richtig der Sinn darin erschlossen, wieso man Hundekot (welcher ja ein Naturprodukt ist) in eine Plastiktüte packen soll, um sie zu entsorgen.

Leichten pflasterten seinen Weg

Doch jetzt, wo ich die Schildchen gesehen habe, weiß ich mehr. Nicht nur, dass es unappetitlich ist, wenn am Wegesrand die Hinterlassenschaften grüßen, der Hundekot ist ein echtes Problem in der Natur. Für Mensch und Tier. Das liegt in erster Linie am Krankheitserreger Neospora Caninum, den Hunde über den Kot ausscheiden. Wildtiere kommen darauf nicht klar und werden selber krank.

Auch kann der Kot des Hundes einen Hundebandwurm enthalten, welcher auch für den Menschen nicht ganz ohne ist. Durch eine Schmierinfektion könnten über das Pfotenlecken zahlreiche Wurmarten in den Körper des anderer Hunde gelangen.

Daher sind Hundehalter auch verpflichtet, die Hinterlassenschaften Ihrer Vierbeiner zu entfernen. Bei Nichteinhaltung können Strafen bis zu 500 € fällig werden, je nach Stadt in NRW.

Und mit diesem Wissen habe ich dann auch wieder Verständnis für denjenigen, der die Schildchen gebastelt und aufgestellt hat. Bleibt nur zu hoffen, dass er hier bald mal wieder vorbeikommt und seine Hinterlassenschaften ebenfalls entfernt.