Morgen nehme ich den Jetski – VLOG 2020-02

Freunde, es regnet seit Wochen vor sich hin. Damit erzähle ich Euch nichts Neues. Die Natur braucht das, zwei warme Sommer haben die Böden leer gesaugt, wie ein hungriges Neugeborenes die Brüste seiner Mutter. Aber wer bin ich schon, dass ich mich darüber aufregen darf? Wenn sich die Natur das holt, was sie auch diesen Sommer wieder brauchen wird? Genau, niemand. Aber ich darf in meinen Blog wohl doch auch mal dazu nutzen, um meinen Unmut zu formulieren und Dir von meinem heutigen Tag zu erzählen. Denn ich habe heute das Enduro zur Arbeit genommen, um neuen Wege für meinen #Bike2Work Alltag zu finden. Soviel vorweg, ich hab den Regen satt!

Das Unheil nahm bereits gestern seinen Lauf, als ich meine Endura MT500 Jacke überzog, um mich wieder in die Fluten zu stürzen. Ich steckte mein Handy in die Brusttasche und verschloss sie routiniert mit dem Reißverschluss. Doch diesmal fühlte er sich seltsam an. Ich blickte an mir herunter und stellte fest, der Reißverschluss ist aus den Fugen geraten. Och nö! Das hatte ich ja noch nie.

Ich zog den Reißverschluss wieder runter und hoch, runter und hoch, runter und hoch, aber leider ohne nennenswerten Erfolg. Auch reinigen half nichts.

Da es noch weitere Highlights gab, entschied ich mich dann kurzerhand entnervt, doch zu Hause zu bleiben und von dort zu arbeiten, aber das half mir heute leider nicht mehr weiter, denn heute wollte / musste ich wieder ins Büro.

Also zog ich mich an und setzte auf meine Winterjacke. Die ist nicht so wasserabweisend, die die Endura Jacke, aber vielleicht hatte ich ja Glück und erwischte eine Regenlücke. Spoiler: Ich hatte kein Glück.

Neue Wege wählen

Ich machte mich also mit dem Enduro auf den Weg zur Arbeit. Im Moment versuche ich den Weg etwas abwechslungsreicher zu gestalten und erkunde neue Möglichkeiten, abseits der gewohnten Strecke zur Arbeit zu gelangen. Dabei habe ich eine Reihe von Highlights ausgemacht, die ich heute mal näher beleuchten möchte. Eines davon, ist die Halde „unser Fritz V“, welche ich für mich entdeckt habe. Sie liegt direkt auf meinem Weg und bietet ein paar extra Höhenmeter, die man ohne großen Umweg morgens mitnehmen kann. Ich muss mein Rotwild aber vermutlich noch upgraden, denn ich komme mit dem hohen Sattel und „steilen“ Abfahrten nicht klar.

Halde „Unser Fritz V“ am Cranger-Kirmes-Platz

Das Norco verfügt über eine Variostütze. Daher ist „Arsch über dem Hinterrad“ kein Problem. Die Halde ist schnell gefahren und so mache ich mich weiter auf den Weg zu meiner nächsten Baustelle. Wenn ich die Papageienbrücke nicht nutze, kann ich zwischen der Alleestraße und der Schloßstraße über eine kleine Brache abkürzen. Hier ist auch ein kleiner Hügel aufgeschüttet und den kann man auch gerne mal mitnehmen. Fotos habe ich davon nicht gemacht, aber ich zeige ihn Dir im unten angehängten VLOG 2020-02.

Kommen wir nochmal kurz auf das Thema Wetter zurück. Mittlerweile hat es sich „eingeregnet“ und alles, was nicht von meiner Regenhose bedeckt ist, ist nun nass. Schuhe, Socken, Thermoshirt, alles. Am Bike bleibt alles kleben, was auch nur im entferntesten als Mocke durchgeht. Das Bike muss sicher 100 kg an Gewicht zugelegt haben, aber der guten Laune tut das keinen Abbruch.

Im Büro angekommen

Nachdem ich das Büro erreicht hatte, wechselte ich meine Klamotten gegen ein trockenes Bürooutfit. Alle Klamotten wanderten auf eine Heizung im Nebenbüro, in der Hoffnung, dass sie zum Feierabend wieder trocken sind. Gute Kleidung ist bei diesem Wetter das A und O. Warum ich die Endura MT500 nicht trotzdem angezogen habe, ist mir im Nachhinein nicht ersichtlich. Ich hätte ja nur die kleine Brusttasche nicht schließen können. Aber es steht für mich fest, ich brauche Ersatz.

Die Heizung erledigt einen fantastischen Job. Alle Kleidungsstücke sind zum Feierabend wieder trocken, obwohl ich sie auswringen konnte, als ich im Büro angekommen bin. Eine genaue Aufzeichnung der Höhenmeter hat an diesem Tag übrigens auch nicht funktioniert. Ich hatte das in der Vergangenheit schon bei meinem Garmin EDGE 800, wenn es stark geregnet hat. Es handelt sich ja bei dem Höhenmesser um einen barometrischen Höhenmesser und ich glaube, diesem Messer bekommen die Variierenden Luftdrücke von Tiefdruckgebieten nicht so. Aber ich habe da auch keine Ahnung von. 18 HM aufwärts sind in jedem Fall etwas zu wenig.

Endlich Feierabend

Mittwochs ist ja eigentlich Zeit für unsere Mittwochsrunde. Im Moment passt das aber zeitlich nie bei mir und so gehen mir viele schöne Touren durch die Lappen. So auch heute. Feierabend war nämlich erst um 17:45 und in 15 Minuten bis zur Halde Hoheward zu gelangen, ist unmöglich.

Also machte ich mich auf den Weg zur nahegelegenen Halde Rheinelbe. Dort gibt es auch immer eine Menge zu entdecken und so auch heute. Aber auch hier machte mir das Wetter einen fetten Strich durch die Rechnung. Denn in jeder noch so kleinen Kuhle stand das Wasser. Pfützen und Seen, wo sonst kleine Schlaglöcher sind. So macht das echt keinen Spaß.

In jeder Kurve fing das Vorderrad an zu rutschen und das bei den fetten Maxxis Minion DH Reifen. So reduzierte sich die Erkundungstour tatsächlich wirklich nur aufs Erkunden. Es gibt viele kleine Wege, die es sich zu erkunden lohnt, denn mal wird man von einer Steigung überrascht, mal von einer Abfahrt. Im Sommer macht das sicher alles auch irgendwie Spaß, aber heute war das eine Quälerei. Die Reifen hatten, wie schon erwähnt, kaum Grip, daher war es eine einzige Rutschpartie.

Was schleicht denn da durchs Unterholz?

Schockierend fand ich, wie viele Bäume hier herumliegen. Alles abgeknickt, kaum etwas gefällt. Hervorragendes Baumaterial für die Locals, möchte man meinen. Aber die Halde wirkt verlassen. Gebaut wurde hier schon lange nichts mehr, so scheint es mir. Das ist sicher ganz im Sinne des RVR.

Als ich mich sattgesehen hatte, machte ich mich auf den Heimweg. Bei Halde Pluto wählte ich einen anderen Weg, welchen ich bereits mal mit dem Hardtail durchgestolpert bin. Mit dem Enduro ging das heute deutlich besser, aber hier müsste man mal etwas Grünschnitt betreiben. Konkret geht es um eine Abzweigung auf der Erzbahntrasse, nach der A42 Unterführung. Wenn man hier abkürzt, kommt man „Zum Logistikpark“ wieder aus dem Gebüsch gekrochen. Dornen sind hier aber ein echtes Problem.

Ich folgte der Straße wieder, bis zu dem kleinen Hügel von heute Morgen. Von dieser Seite aus macht er aber überhaupt keinen Spaß. Vielleicht wenn es trocken ist, aber bei Regen ist der Boden wie Schmierseife und weder Schuh noch Reifen haben Halt.

Fazit

Ich muss ja sagen, der Morgen war wirklich ekelig. Früh aufstehen und dann in den Regen, das schmeckt mir nicht. Aber heute Nachmittag wurde ich dann doch noch belohnt. Auch wenn ich heute erst spät Feierabend machen konnte, habe ich doch noch ein wenig was sehen können und konnte ein paar Stunden Tageslicht genießen. Der Frühling kommt nun unaufhaltsam näher und ich brauche dingend eine adäquate Möglichkeit, mein Bike zu Hause zu waschen.

Video

Hier habe ich Dir noch einen kleinen VLOG angehängt, den ich zu dieser Tour auf YouTube veröffentlicht habe. Schau mal rein. Besuch auch mal meinen Kanal und lass mir ein Like und ein Abo da. In dem VLOG 2020-02 geht es nur um die Anfahrt ins Büro. Die Heimfahrt über Rheinelbe gibt es dann im VLOG 2020-03.