2016, KW 31 – Wochenrückblick

Die Woche:

Der Urlaub ist vorbei, die Arbeit steht wieder vor der Tür und so heißt es für mich wieder #Bike2Work. Am letzten Arbeitstag vor meinem Urlaub, hat mein Auto den Dienst verweigert. Er springt einfach nicht mehr an. Im Urlaub hatte ich dann in der ersten Woche absolut keinen Bock was daran zu ändern. In der zweiten Woche waren wir weg und in der dritten hatte ich eine Idee. Wenn ich das Auto nicht repariere, muss ich ja wieder mit dem Rad fahren! Der innere Schweinehund wird so durch Zwang bekämpft!

Die Quittung erhielt ich dann auch prompt am Montag, Dienstag und Mittwoch, denn bei jeder Tour regnete es mal weniger, mal viel mehr oder hatte eben geregnet, so dass ich Mo-Mi immer nasse Klamotten hatte.


Symbolbild für diese Woche

Meinem Unmut machte ich natürlich auf Twitter Luft und so wurde mir bald gesagt, ich sei zuverlässiger als eine Wetter App, denn immer wenn ich mit dem Rad zur Arbeit fahre, regnet es. Das ganze gipfelte dann in der Bitte, ich solle doch an folgenden Wochen nicht mit dem Rad fahren, denn da haben andere Leute Urlaub und sie wollen keinen Regen!

 

Donnerstag war dann der erste trockene Tag in dieser Woche. Ich vermute mal, dass es an der neuen Kollegin gelegen hat, die ihr MTB auch mit zur Arbeit gebracht hat, damit ich Ihr zeigen kann, wie sie vom Büro am einfachsten auf die Trasse kommt, denn Freitag wurde ich wieder mit Regen gesegnet.

Montag:

Bereits am Wochenende habe ich einen Tipp für einen Fitness-Podcast von einem bekannten erhalten. Fitness mit Mark Maslow, nach der M.A.R.K. Formel. Die Seite dazu nennt sich MarathonFitness.de.  M.A.R.K steht dabei für Mentales Training, Ausgewogene Ernährung, Richtiges Krafttraining und Kardiotraining. Mein Kollege war sehr von der Art des Podcasts begeistert, nicht von oben herab, nein, eher vermittelnd und auf Augenhöhe. Finde ich gut, ich habe mir daher mal den Podcast gezogen und bei meinen morgen- und nachmittaglichen Duschfahrten angehört.

Schon die ersten Folgen sind interessant, da er auch immer wieder Gäste hat, die diese 4 Formel-Themen aus ihrer Sicht behandeln und nützliche Tipps für den Täglichen Kampf mit Disziplin und Ernährung geben. Kann ich bisher nur empfehlen.

Dienstag:

Vor einigen Wochen wurde an unserer Halde Pluto eine Leiche gefunden. Gruselige Geschichte, besonders wenn man erfährt, dass die Person keines natürlichen Todes gestorben ist. Ein Tatverdächtiger konnte wohl auch schon festgenommen werden, aber die Mordkommission bittet um Mithilfe. Ich erwähne das hier, weil auf der Erzbahntrasse jede Menge Flyer angebracht wurden. Flyer wie dieser hier:

Vielleicht kann ich ja auf diesem Wege etwas beitragen.

Donnerstag:

Donnerstag ereilt mich eine traurige Nachricht. Kimbo Slice ist tot. Der geneigte Radfahrer wird jetzt sagen: „Wer?“ Kimbo war ein Straßen- und  Mixes-Martial Arts Kämpfer, der es durch kleine Videos von Hinterhofschlägereien zu einer gewissen Bekanntheit gebracht hat. Später war er auch im großen Ring unterwegs und war zeitweise auch mal Boxer. Was hat das mit Radfahren zu tun? Nun, Kimbo antwortete auf die Frage nach dem Grund für sein Handeln immer mit: „Mit diesen Händen füttere ich meine Kinder durch!“


Foto: http://www.craziestsportsfights.com/

Kimbo hatte einen eisernen Willen, war diszipliniert und drogenfrei. Letzteres ist ja keine Selbstverständlichkeit in den Gegenden in denen er aufwuchs. Von Kimbo kommt auch der kurze Satz: „All day!“ Das war für mich schon häufig ein motivierender Gedanke, besonders wenn ich die täglichen Kilometer auf den  #Bike2Work Touren in den Knochen oder im Hintern hatte. Zähne zusammenbeißen, „All day!“ denken und wieder auf das Rad steigen um zu radeln und zu trainieren…

Leb wohl, Kimbo Slice.

Freitag:

Zum Ende der Woche hatte ich dann noch ein Leckerbissen vor der Brust. Am Wochenende stand ein Aufenthalt auf einem Zeltplatz mit dem Musikverein meiner Frau auf dem Programm. Nicht weit weg von zu Hause, aber immerhin ein paar Kilometer mehr, die es zu bewältigen galt. Meine Frau fragte bei der Planung noch so im Nebensatz: „Du kommst dann mit dem Rad von der Arbeit nach, oder?“ Und ich so: „Klaaar…!“ All day halt… Als mein Sitzplatz im Auto dann verplant war, wurde mir langsam bewusst, worauf ich mich da eingelassen hatte. Denn ich hatte diese Woche ja jeden Tag mein #Bike2Work Programm durchgezogen und hatte so am Ende der Woche rund 190 km auf dem Tacho. Jetzt musste ich von Wattenscheid noch nach Dülmen radeln… Laut GPSies.com rund 50 Kilometer.

Aber die Strecke ging mir dann doch recht geschmeidig durch die Beine und ich schaffte die Anfahrt in rund 2 1/4 Stunden. Einzig das Wetter sorgte wieder für Lacher. Denn ich hatte extra vor, um 15 Uhr die Firma zu verlassen und Du glaubst nicht was passierte: Genau! ES REGNETE! Vorher nix, alles trocken, gutes Wetter, alles easy, aber genau dann, als ich umgezogen vor dem Fenster stand, fing es an zu regnen. Unglaublich!

Mit einer Stunde Verspätung bin ich dann doch raus und blieb auch halbwegs trocken.

Zurück konnte ich am Sonntag dann leider nicht mit dem Rad fahren, die Nacht von Samstag auf Sonntag war doch recht kurz und wir mussten unsere Heimfahrtpläne kurzfristig umstellen. Na bis jetzt hat die Distanz aber dennoch für einen guten 4ten Platz bei der #TwitterBikeTreff Gruppe auf Strava gereicht. Aber meistens kommen jetzt gleich die Rennradler auch erst wieder rein und laden ihre unverschämt langen Touren hoch. Ich hoffe auf eine Top 10 Positionierung.

Und wenn nicht? Dann geht es ja morgen schon wieder aufs Rad, #Bike2Work im Handy und „All day“ im Kopf.