Cyclingworld Düsseldorf 2022

Nachdem die Pandemie Messen und Veranstaltungen über die letzten Jahre unmöglich gemacht hatte, fand in diesem Jahr endlich mal wieder die Cyclingworld in Düsseldorf statt. Aussteller und Fans des gepflegten 2-Rad-Lebensstils waren hungrig und dürsteten nach solche Zusammenkünften. Ähnlich ging es mir auch und so entschied ich mich, der Messe an ihrem Eröffnungstag einen Besuch abzustatten.

Ungewöhnliche Öffnungszeiten

Ich entschied mich bewusst für den Freitag, denn ich hoffte auf einen ruhigen Messetag mit guten Gesprächen, nicht ganz so überfüllten Hallen und viel Zeit zum Staunen, ausprobieren und entdecken. Also reichte ich einen Tag Urlaub ein und war gespannt.

Als ich dann meine Tickets buchte, war ich etwas irritiert. Die Messe würde erst am Freitagabend, ab 18 Uhr starten? Hä? Was ist das denn für eine Logik? Ich hatte im Vorfeld bereits Kontakt zur Projektleitung des Events und stellte irritiert meine Frage nach der Öffnungszeit.

„[…] Den Freitagabend haben wir von der Berliner Fahrradschau übernommen, die Abendveranstaltung passt so sehr gut zu uns, wir sind ja auch keine normale Messe. Es ist für viele seit langer Zeit die erste Messe, wir sehen es als Warm-Up zum Wochenende und einem schönen Branchentreff […]“

Schrieb man mir zurück. Na gut, den Tag Urlaub haben meine Frau und ich dann anderweitig genutzt, was auch sehr schön war. Aber ich hatte schon große Sorge, nicht alles sehen zu können und so eben nicht den erhofften „gemütlichen“ Messetag zu erleben.

Weit gefehlt

Aber ich sollte mich irren. Im Gegenteil sogar. Die Messe verteilt sich auf 2 Hallen. Das ist zum einen überschaubar, zum anderen aber auch eigentlich alles was man braucht. Den ein oder anderen großen Hersteller hätte ich mir hier noch gewünscht, aber vielleicht lassen die sich ja in den nächsten Jahren anlocken.

Das große Marken fehlen ist aber eigentlich nicht so wild. So ist viel mehr Platz für die kleineren im Business, die sonst vielleicht nur schwierig große Presse erhalten. Marken wie Poison-Bikes oder Hobel-Bikes waren mir vorher nicht bekannt.

Stichwort Hobel-Bikes: Wir waren uns alle einig, dass wenn es einen Preis für den geilsten Markennamen geben würde, dieser definitiv an Hobel -Bikes gehen müsste! Kannst Du Dir den Smalltalk vorstellen? „Ist das Dein Hobel?“ – „Jupp, is meiner…“ Mega! Danke an Marc_van_t für dieses herrliche Gedankenspiel.

Bildergalerie

Doch nun zunächst genug der Worte. Lassen wir ein paar Bilder sprechen

Fazit

Die Cyclingworld in Düsseldorf ist eine kleine, aber feine Messe. Was die Aussteller angeht, ist eigentlich alles vorhanden, was man braucht. Ein paar große Marken haben gefehlt, aber ich habe sie nicht vermisst. Es ist extrem viel Kompetenz vorhanden, viele gute Gespräche sind möglich, das Hygienekonzept ist beruhigend und Anfassen in einigen Fällen durchaus erlaubt.

Besonders gut hat mir gefallen, dass es bewachte Fahrradparkplätze gibt. Das ist nicht bei jedem Event so, sollte sich aber durchsetzten. Denn besonders, wenn man sich Urbane-Mobilität auf die Fahne schreibt, sollte diese auch unterstützt werden.

Komme ich im nächsten Jahr wieder? Ja, vermutlich schon. Dann aber an einem Samstag, weil dann die ganzen Testbikes ausprobiert werden können, welche heute nur angekettet auf ihren Einsatz warteten.

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