Geschafft! #MitdemRadzurArbeit


Man kann das Kraftwerk sehen

Die Wettervorhersage war gut und der Tag begrüßte mich auch gleich mit einem herrlichen Sonnenaufgang. Nicht zu vergleichen mit der vergangenen Woche, in der Nebel und Kälte an der Tagesordnung waren. Auch die Temperaturen sollten an Frühling erinnern. Der Morgen empfing mich mit bezaubernden 3°C. Eine lange Hose war also Pflicht. Ich hatte ja schon gelernt, dass man unter 10°C die Knie schützen soll. Vielen Dank an dieser Strelle an meine Twitter Timeline, welche mich darauf aufmerksam machte. Ich hatte zudem meine Actioncam dabei, denn ich will für diesen Blog einen Artikel darüber schreiben, wie und wo man die Kamera am Bike montiert und wie die Videos dabei aussehen. Also legte ich auch den Brustgurt samt Kamera an. Die Luft war kalt und klar, also los, die Arbeit ruft.

Hin und Rückfahrt waren sehr angenehm. Die Kondition war top und das Wetter ebenso. Aber das hatte ich ja schon erwähnt. Dienstag und Mittwoch hatten wir nachmittags sogar frühlingshafte Temperaturen um die 16 – 18 °C, was natürlich sehr angenehm war.


Nicht bearbeitet

Ab Mittwoch machte sich aber mein Hinterteil bemerkbar. Die Beine sagen einem beim Aufstehen schon Ihre Meinung und versuchen einen mit allen Mitteln zum Homeoffice zu bewegen. Aber heute sollte ein besonderer Tag werden. Mein Kollege Alex wollte auch seine Komfortzone verlassen und mit dem Rad zur Arbeit kommen. Unsere Strecken trafen sich an der Erzbahnbude und wir machten einen Termin aus. Ich war zu spät.

Alex fährt ein Rotwild R.E1 FS aus dem Jahr 2014. Ein vollblut Enduro Bike, welches eigentlich nicht so 100% für den Weg zur Arbeit gedacht ist. Es sei denn, er führt Querfeldein, bergab durch den Wald. Aber gut, er will es so und ich supporte ihn gerne dabei. Denn dank ihm bin ich ja eigentlich erst wieder so richtig auf den MTB Trip gekommen. Die Kräfteverhältnisse sind aber eigentlich unfair. Ich fahre jetzt schon über ein Jahr mehr oder weniger regelmäßig auf Strecke, habe jetzt 29“ Laufräder bei 30 Gängen. Er ist Raucher, startet grade eine Gesundheitsoffensive und hat 26“ Laufräder mit 18 Gängen zur Verfügung. Wenn ich wollte, ich könnte ihn sowas von stehen lassen… Aber darum geht’s nicht. Teamwork ist angesagt!

Wie gesagt, wir hatten uns an der Erzbahnbude verabredet und ich war erstmal fast 15 Minuten zu spät. Eine unglückliche Verkettung von Ereignissen hatte mich erst deutlich später als gewollt das Haus verlassen lassen. Dazu blockierte noch ein LKW die Straße und meine Beine wollten an so mancher Passage auch eher einen Spargang einlegen.

Gemeinsam radelten wir aber von der Bude bis zur Arbeit und verzichteten dabei auf die, von uns beiden so verhasste, Straße. Meine Tour erhöhte sich also schon von 18 auf 20 km. Aber das wollte ich ja eh schon länger machen. Jetzt habe ich eine neue Motivation.

Donnerstag hatten wir aber ein besseres Timing. Wir erreichten beide zeitgleich die Bude. Freitag musste ich die Strecke alleine fahren, da er etwas später anfängt. Zu meiner Überraschung schaffte ich die Strecke aber in 1 Stunde 42 Sekunden. Mein Ziel ist es ja, diese Strecke in unter 1 Stunde zu schaffen. Danach will ich sie erweitern und über die Erzbahntrasse am Zoom entlang fahren. Dann kann ich noch ein weiteres Stück Straße vermeiden und bin dann zu 99% auf Radwegen und Trasse unterwegs.


Tag der Sonnenfinsternis – Gesehen hat man aber nichts!

Und dann war es soweit. Ich trat die letzte Heimfahrt am Freitag an. Ich dachte anfangs, ich müsse vom Rad fallen, da meine Beine klare Signale für eine Leistungsverweigerung gaben und auch das Hinterteil sich mit deutlichen Signalen an mein Schmerzzentrum meldete. Aber ich zog die größere Tour durch und packte die 20,56 km in 57:03 Minuten. Ich war überrascht, machte aber dennoch dicke Backen.


„Da machse dicke Backen!“

Die Quittung erhielt ich dann am Samstag. Mein Name ist Kater, Muskel Kater. Ich wohne ihn ihren Beinen, twitterte ich, aus Gründen. Einkäufe in die Wohnung schleppen fühlte sich schon lange nicht mehr so verkehrt an, wie an diesem Samstag. Hocken geht auch nur nach etwas Geduld. Aber das ist wohl der Preis des Ruhms. Am Ende steht unter dem Strich aber ein „GESCHAFFT!“

Fassen wir die Woche mal in Zahlen zusammen:

Diese Woche

Aktivitäten: 10

Distanz: 203.62 km

Dauer: 10:02:53

Kalorien: 14781 kcal

Höhenmeter aufwärts: 767 m

Höhenmeter abwärts: 766 m