O`Neal MadAss Moveo Protector Jacket Protektorenjacke

An Protektorenjacken scheiden sich ja die Geister. Dem einen sind sie zu dick, der andere würde nie mehr ohne, wieder andere finden sie gut, haben aber Angst vor dem Gladiatoreneffekt und eine verzichten generell auf Protektoren. Ich bin da irgendwo mitten drin und habe im Hinterkopf, dass ich Verantwortung für eine Frau und zwei Kinder habe. Dabei möchte ich aber auf den Sport nicht verzichten. Also musste eine Jacke her, die mir auch mal eine Fehleinschätzung des Trails verzeihen würde.

Gemeinsam mit meiner Frau besuchte ich also meinen Lieblingsfachhändler in Oberhausen. Nach gewohnt guter Beratung wurden wir fündig, meine Frau nickte den Preis ab und schon kann ich Dir die Jacke mal im Detail vorstellen.

Was für Materialien kommen zum Einsatz?

Die Jacke besteht zu 35% aus Polyurethan, 30% Polyethylen, 26% Polyamid und 9% Polyester. Damit ist das auch mal gesagt. Das luftdurchlässige Trägermaterial ist die Grundlage der Jacke. Paarzellenweise liegen nun die Protektoren auf dem Körber und verrichten ihre Arbeit. Warten auf den Einsatz.

Stichwort Protektoren: In der Jacke kommt der EN1621-2, Level 2 geprüfte SAS TEC Protektor zum Einsatz. Es handelt sich dabei um die höchste zu erreichende Prüfnorm bei Rückenprotektoren. Diese Jacke darf somit sogar im Motorradbereich gefahren werden und wird weltweit nur von wenigen Firmen erreicht. Bei SAS TEC handelt es sich um einen „intelligenten“ Schaum der 60% leichter ist als Hartschalen und 50% mehr Schlagenergie absorbieren kann. Er wird gerne benutzt, denn er passt sich herrlich der Körperergonomie an und verhärtet sich erst bei Einschlägen.

Wie sitzt die Jacke?

Ich würde die Passform als „ich fühle mich geborgen“ beschreiben. Die Jacke schmiegt sich an, wie eine zweite Haut. Die Protektoren liegen dort, wo sie liegen sollen und stören zu keiner Zeit. An den Ärmelenden befindet sich jeweils eine Schlaufe, um die Jacke mit der Hand zu fixieren. An den Ärmeln sind breite Riemen, um auch dort den perfekten Sitz zu garantieren.

Alles kann mit zusätzlichen Klettverschlüssen fixiert oder festgezogen werden, so dass man am Ende sprichwörtlich aussieht, wie ein geschnürtes Paket. Aber alles sitzt dort, wo es hingehört. Auch nach einer Abfahrt, das sei schon verraten.

Auf Oberarmhöhe befindet sich auch jeweils ein Reißverschluss, mit dem man sich von dem unteren Teil des Ärmels, samt Protektor, trennen kann. So kann man z.B. eigene Ellenbogenschoner fahren, wenn man auf die von O’NEAL verzichten möchte.

Die O’Neal MadAss Moveo Protector Jacket Protektorenjacke hat ein integriertes aber abnehmbares Gurtsystem für Befestigung der Moveo Neckbrace. Es gibt auch einen fetten Nierengurt, von mir liebevoll „Bauchweggürtel“ genannt. Dieser lässt sich auf der Rückseite in der Höhe verstellen und kann so die Problemzone gezielt verschwinden lassen. Geht der Gurt später aber wieder auf, geht auch der Zauber flöten. Der eigentliche Job dieses Gurtes ist natürlich die Jacke im Hüftbereich zu fixieren. Er hält besonders im Sommer schön warm. 

Was schützt das Ding?

Die Protektorenjacke verfügt über hochstabile Kunststoffprotektoren an den Schultern, den Ellbogen und den Unterarmen. Die Brust ist ebenfalls gut geschützt. Etwas Sorge mache ich mir um den Bereich der Milz, denn hier gibt es keine besonderen Protektoren für. Aber gut, es ist ja auch keine Ritterrüstung. Oberarme und Hüften verfügen über zusätzliche Polsterungen.

Abgerundet wird das Ganze durch den stabilen Rückenprotektor. Wie schon erwähnt, übertrifft er deutlich die Anforderungen der EN 1621 Zertifizierung und ist daher sogar Motorradtauglich. Der ebenfalls bereits erwähnte einstellbare Nierengurt hält ihn am Körper, damit im Notfall immer genau dort ist, wo er gebraucht wird.

Der Rückenprotektor ist herausnehmbar und kann durch die oben abgebildeten Matten auf deine Bedürfnisse angepasst werden. Die Verwendung mit Protektorenrucksäcken sei hier erwähnt.

Und? Wat sachse?

Wat soll ich sagen? Geiles Ding! Anziehen ist ne Herausforderung. Kann man aber schaffen, wenn man sich Mühe gibt. Ich habe die Jacke jetzt in XL gekauft und bin 186 cm groß, bei 112 kg. Die Jacke geht gut zu und ist dann angenehm zu tragen. Warum man sie so schwer anziehen kann? Weil der Trägerstoff halt sehr dünn ist. Nicht aber so „qualitativ minderwertig dünn“, sondern eher wie „gut durchlüftet dünn“. Daher kommt man nicht so einfach in die Arme und später, wenn alles durchgeschwitzt ist, auch nur schwer wieder heraus. Aber da fehlt mir sicher noch die Routine.  

Sonst mach die Jacke einen guten Eindruck. Sie ist gut verarbeitet, passt sehr gut und bleibt da, wo sie sein soll. Einzig die kleinen Beckenschützer, die klappen manchmal um. Da muss ich dann mal schauen, wie ich die fixiert bekomme. Tobi hatte schon gesagt, einfach in die Hose stecken. Schauen wir mal.

Aber die Bewegungsfreiheit ist überraschend gut gegeben, finde ich. Eine erste Tour konnte ich mühelos absolvieren und auch der Gladiator-Effekt bliebt aus. Manch ein Fahrer hat mit dieser Jacke das Gefühl, unsterblich zu sein und traut sich dann vielleicht Dinge, die er besser nicht machen sollte. Man spricht dabei vom Gladiator-Effekt.

Art. – Nr. für Größe S : 0572M-202
Art. – Nr. für Größe M : 0572M-203
Art. – Nr. für Größe L : 0572M-204
Art. – Nr. für Größe XL : 0572M-205
Art. – Nr. für Größe XXL : 0572M-206

Unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers: 229,95 €

 

Weiterführende Links:

– Die Jacke bei WatzUp Oberhausen anfragen

– Stell Deine Fragen in die Kommentare, per Mail oder Social Media.

– Ein großer Dank für die Fotos geht an Tobi, von FreeriderNRW.de