SKS Bluemels 75 u Unboxing und Montage

Die Qualität macht dabei schon eine Menge aus. Die günstigen Sportdiscounter Regenhosen halten dabei ca. 7 – 10 Regentage aus, die teuren Markenhosen geben nach 2 regenreichen Monaten den Geist auf. Sehr schade und eben leider auch sehr kostspielig. Und als mir vor kurzem die dritte teure Regenhose gerissen ist, musste einfach ein Alternativplan her. Hübsch oder nicht, ich versuche es jetzt mit einem Schutzblech. Nachvollziehbar, oder? Aber sei beruhigt. Wenn der Frühling kommt, geht das “Blech” wieder in die Sommerpause.

Was ist drin?

Werfen wir nun aber mal einen Blick auf den Lieferumfang. Da hätten wir zunächst zwei Schutzbleche, die den Namen “Bleche” eigentlich nicht verdienen, denn sie bestehen aus Kunststoff. SKS spricht auch nicht von Schutzblechen, SKS spricht von Radschützern. Im Lieferumfang enthalten sind also zwei Radschützer, einer für vorne und einer für hinten. Dazu kommen noch die passenden Haltestreben, Montagematerial für Rahmen mit Bohrung und eine Anleitung. Warum betone ich den Rahmen mit Bohrung? Weil es im Zubehör noch spezielle Schellen für die Strebenbefestigung (*) gibt.

Technische Daten

Die Radschützer sind aus Kunststoff und schwarz matt gehalten. Zusammen wiegen sie 800g und sie sind passend für Laufräder von 26″, über 27,5″, 28″ bis hin zu 29″. Sie können Reifenbreiten bis 65 mm abdecken. Der Radschützer vorne ist 680 mm, der hintere ist 920 mm lang.

Montage an einem Rahmen ohne Bohrungen

Da ich nur das hintere Schutzblech benötige, reduziert sich meine “Anleitung” auch nur auf das entsprechende Blech. Im ersten Schritt habe ich die Streben in den Rahmenschutz geklpst. Das längste kommt nach hinten, das zweitlängste kommt nach oben. Danach habe ich dann geschaut, wo die Streben den Rahmen berühren. Dann habe ich mir aus einem Stück alten Schlauch 4 gleichlange Streifen geschnitten, mit denen ich den Rahmen vor eventuellen Kratzern schützen will. Mit einem Kabelbinder habe ich dann de Halterung für die Streben auf dem Rahmen fixiert und handfest angezogen.

So fest, dass hier nichts verrutscht und so locker, dass ich noch Korrekturen vornehmen kann.

Auf der Seite mit dem Bremssattel wird das eine enge Kiste. Mein Rahmen bietet hier glücklicherweise genug Spielraum, um den Halter gut zu positionieren. Alternativ habe ich auch über gummierte Rohrhalterungen aus dem Baumarkt nachgedacht, mit denen man notfalls etwas Platz gewinnen könnte. Das aber nur so als Gedankenhilfe für Dich, denn ich brauchte die ja nicht.

Hier habe ich nun aber auch den Schlauchstreifen als Kratzschutz installiert, den Halter für die Streben positioniert und den Kabelbinder eingezogen. Wie auch auf der anderen Seite, alles zunächst Handfest.

SKS empfiehlt einen Mindestabstand vom Profil zum Radschutz von 15 mm. Da mein Rahmen hinten keine Montagemöglichkeit aufweist, habe ich den Rahmenschutz so weit hoch gedrückt, bis er in die Verjüngung des Rahmens gepasst hat. Um den Schutz zu fixieren, habe ich ein Küchentuch als Abstandhalter auf den Mantel gelegt und das Rad rückwärts eingedreht. So liegt der Schutz passend an und verrutscht nicht, während man die Markierungen für die Bohrungen setzt. Diese sollten eng am Rahmen liegen, damit der eingezogene Kabelbinder schön eng gespannt werden kann und das Schutzblech nicht beschädigt.

Ich habe die Bohrmarkierungen mit einem Dorn gesetzt und das Schutzblech für die Bohrarbeiten wieder ausgebaut. Gebohrt habe ich dann mit einem Holzbohrer. Anschließend habe ich die Kabelbinder eingezogen, dann das Tuch wieder eingespannt, das Schutzblech ausgerichtet und die letzten beiden verbleibenden Schlauchstreifen oben an den Rahmen angesetzt. Dann die Kabelbinder spannen. Das ganze nochmal ausrichten und fertig ist die Montage. Danach muss man noch die beiden Schrauben in die Strebenhalterungen einsetzten und anziehen, wie es in der Anleitung beschrieben steht. Das hatte ich zunächst vergessen. Die Folge ist dann, dass sich die Streben lösen können und das “Blech” am Mantel schleift.

Mit diesem Setup werde ich nun die ersten Testkilometer absolvieren und schauen, ob es hält. Ich setzte große Hoffnungen in diese Lösung. Auch, wenn sie nicht jedem gefällt. Ich finde diese Variante wesentlich ästhetischer als die Ass Saver oder diese Schutzbleche für die Sattelstange, bei der das Plastikteil dann auf dem Mantel schleift. Diese Lösung erinnert mich optisch ein wenig an einen Motorrad Fender. Seltsamerweise habe ich auch kein negatives Feedback von Motorradfahrern bekommen, eher im Gegenteil.

Aber gut, schauen wir mal, was es bringt. Ein Review ist in Vorbereitung und soll am 01.04.2020 auf diesem Blog und auf meinem YouTube-Kanal erscheinen.


Video

Die oben beschriebenen Schritte habe ich nochmal in einem kleinen Unboxing und Montagevideo zusammengefasst.

Fazit

Auch wenn das Bike nun durchaus gewöhnungsbedürftig aussieht, bringen die Schutzbleche doch genau das, was ich erwartet habe. Es hält den Groben Schmutz von meinem Rucksack fern und sollte somit auch den Verschleiß meiner Regenhosen in Grenzen halten. Wenn dem so ist, lohnt sich die blöde Optik, denn wenn ich unterwegs bin, ist es eh meist noch dunkel.

Im Nachhinein würde ich aber lieber die L Version der Schutzbleche verbauen. Denn das 75 U endet noch vor der unteren Strebe des Hinterbaus und rotzt mir nun den ganzen Dreck auf die Schuhe, bzw. den Antrieb.

Was mich schon etwas amüsiert ist, dass man mir 2020 wirklich böse Nachrichten zu diesem “Umbau” geschickt hat. Heute haben fast alle namhaften Hersteller Schutzbleche im Angebot, um Fahrer oder Technik vor Schmutz zu schützen und auch die, die mir damals echt böse Post geschickt haben, fahren jetzt welche. Na ja. Passt schon. Aber ich sehe Euch, Ihr Fatzken!

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