Mein GoPro Setup für 2021

Ich bekomme häufig mal die Frage gestellt, mit welcher Kamera ich unterwegs bin und welches Zubehör ich bei meinen Videos verwende. Mit diesem Beitrag möchte ich den Anfragen Antworten liefern und Euch auch erklären, warum und wieso ich was benutze. Außerdem habe ich mir erlaubt, meine eingesetzten Produkte direkt auf Amazon zu verlinken, als Affiliate-Links.

Warum GoPro?

Angefangen habe ich vor einigen Jahren mit einer Rollei ActionCam. Die konnte damals genau so viel, wie die damals aktuelle GoPro Hero 4, nur hatte sie mehr Zubehör zu einem besseren Preis. Rückblickend möchte ich sagen: „Ja, hat funktioniert und war nett!“ aber ich hätte doch auf die GoPro Hero 4 setzten sollen. Denn als ich dann 2018 meine erste GoPro Session 5 gekauft hatte, wusste ich, wieso GoPro das unangefochtene Marktführer war.

Auf die GoPro Session 5 folge vor meinem Saalbach Mountainbike-Urlaub noch eine GoPro Hero 6. Nachdem ich die 7er und 8er GoPros ausgelassen hatte, entschied ich mich 2021 eine 9er GoPro zu kaufen, um das Filmen auf ein neues Level zu heben.

GoPro Hero 9

Herzstück meines GoPro Setups ist die schon angesprochene GoPro Hero 9. Vermutlich sind im Netz schon so ziemlich alle technischen Details der Kamera beschrieben worden, weshalb ich mich hier auf die Features konzentriere, welche ich am häufigsten nutze oder nicht mehr missen möchte.

Die Hero 9 ist meine kleine eierlegende Wollmilchsau. Bis zu 5K Videos, eine ausgezeichnete Videostabilisierung, wechselbare Akkus, ansprechendes Zubehör und RAW Bilder. Nerdherz, was willst Du mehr?

Mit der GoPro Hero 9 filmen

Schon die Hero 8 hatte Shortcuts auf dem Startbildschirm der Kamera. Hinter diesen Shortcuts verstecken sich verschiedene Kameraeinstellungen für die Auflösung, Framerate, ProTune und andere Settings. So wurde es deutlich leichter und schneller, auf verschiedene Situationen mit der passenden Einstellung zu reagieren.

In meinem Fall bedeutet das, dass ich z.B. ein „Fahrrad“ Shortcut habe. Dort habe ich dann 4k 60fps und SuperView eingestellt. Die Kamera ist dann meistens an meinem Chesty Überkopf montiert und liefert dort Bilder von meinem Lenker und dem Trail.

Komme ich zu einer Landschaft oder einer Situation, die ich näher vorstellen möchte, wechsele ich schnell auf das „Film“ Profil. Wo ich 4k, 60 fps und ein lineares Bild mit Horizont Ausgleich voreingestellt habe. So ist es mir möglich, auch während der Fahrt optimal ausgerichtete Szenen einzufangen und den Blick nicht von der Straßen nehmen zu müssen.

Auch wenn ich abgestiegen bin, bietet die Horizont-Korrektur eine nützliche Hilfe für ansprechende Videoaufnahmen. Ich filme meistens in 60 fps, so habe ich immer die Möglichkeit auch mit kleinen Zeitlupen zu arbeiten.

Gerne nutze ich auch die Timelapse oder Hyperlapse Funktion, um längere Strecken kurz zusammenzufassen oder für atemberaubende Zeitrafferaufnahmen.

Mit der GoPro Hero 9 fotografieren

Fotografieren kann die Hero 9 natürlich auch. Ich bin ein Freund der RAW Fotografie, wo alle Bildinformation in der Datei gespeichert und später dann an einem Bildbearbeitungsprogramm abgerufen werden können. Die Funktion bietet die GoPro Hero 9 auch. Was mich jedoch sehr stört ist, dass man für RAW Aufnahmen keine Linearen Bildausschnitt wählen kann. Man hat also immer den Fischaugen Effekt auf den Fotos, wenn man ihn nicht aufwändig korrigiert.

Schloss Oldenburg mit Fischaugenoptik

Bei manchen Motiven kann das ja sehr reizvoll sein, bei anderen eher störend. Lineare Fotos sind natürlich auch möglich, derzeit aber leider nur als JPG Datei. Ich muss also immer noch eine Kamera dabei haben, welche RAW in einer gescheiten Ausrichtung machen kann. Das ist schade.

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Max Lens Mod

Ein Vorteil der 9er GoPro ist die wechselbare Linse. Nicht nur bei Einschlägen und Beschädigungen ist sie schnell gewechselt, sie bietet auch Aufsatzlinsen wie den Max Lens Mod eine Bühne. Mit diesem Mod kann man die GoPro Typische Fischaugenoptik nicht nur noch verstärken, man kann auch ein tolles Features freischalten.

Mit dem Max Lens Mod kann die GoPro nämlich um 360° drehen und die Horizontstabilisierung gleicht das aus. Man könnte also mehrere Räder am Stück schlagen und das Bild bleibt in Waage. Viel spannender für mich natürlich der Einsatz am Chesty, wo der Max Lense Mod ein schweres Gimbal schlichtweg überflüssig macht.

Die Bilder wirken extrem stabilisiert, was besonders dann spannend ist, wenn man einen Trail zeigen will. Der Lenker des Bikes fliegt durch das Bild und der Betrachter kann sich aussuchen, was er sich ansehen will.

Ebenfalls ein nettes Feature ist, dass wenn man mit aktiviertem Max Lense Modus beginnt, hochkant zu filmen, man die Kamera danach auch wieder horizontal ausrichten kann. Das Bild bleibt aber hochkant. Das ist besonders für Reels und Insta-Stories interessant.

Der Max Lens Mod

Jeden Vorteil erkauft man sich aber meistens auch mit einem Nachteil. So auch hier. Aktiviert man die Stabilisierung, ist nur noch eine Auflösung von 2,7k mit 60 fps möglich und auch der Bildausschnitt wird etwas enger. Das hat zur Folge, dass der Betrachter näher an den Lenker rückt.

Auch das Gewicht der GoPro ändert sich spürbar. Wiegt die GoPro mit Akku und normaler Linse rund 160 g, sind es mit Akku und Max Lens Mod 181 g.

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4 Akkus

Um die GoPro mit Strom zu versorgen, braucht man natürlich die passenden Akkus. Für mich hat sie die Anzahl von 4 Akkus als ausreichend erwiesen. Warum? Ganz einfach:

  • Ein Akku ist natürlich in der Kamera und wird bei Benutzung entleert.
  • Ein voller Akku sollte immer als Reserve im Rucksack auf seinen Einsatz warten.
  • Zwei Akkus können gleichzeitig in dem Dual-Ladegerät an einer Powerbank geladen werden.
4 Akkus für ein Halleluja

Diese Konstellation hat mich bisher erfolgreich durch jede Tour gebracht. An leeren Akkus ist bisher noch kein Video bei mir gescheitert.

Mit einer steigenden Anzahl von GoPros steigt aber natürlich die Anzahl der Akkus. Es hat sich auch als vorteilhaft erwiesen, die Akkus mit einem Etikettiergerät zu nummerieren. Hält man eine gewisse Reihenfolge ein, greift man immer gleich zum richtigen Akku.

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Dual-Ladegerät

Das Ladegerät erfüllt natürlich eine doppelte Funktion. Zum einen ist es unterwegs bequem über seinen USB-C-Anschluss an einer Powerbank anschließ- und somit ladbar, zum anderen kann man natürlich auch an einer Steckdose alle Akkus schneller wieder einsatzfähig bekommen, weil man ja 3 Akkus gleichzeitig laden kann.

Einen in der Kamera, zwei im Ladegerät.

Das neue Dual Ladegerät für die Hero 8 und Hero 9 Akkus hat aus meiner Sicht aber einen massiven Nachteil dem Ladegerät für die 6er Akkus gegenüber. Bei der 6er GoPro konnte man die Akkus noch vollständig im Ladegerät einstecken und musste sie später auch wieder an den Laschen aus dem Gerät entfernen.

Das neue Ladegerät ist weniger als halb so hoch wie das Alte. So steckt man die Akkus zwar auch in das Gerät hinein, die Chance, dass sie aber im Rucksack wieder aus dem Ladegerät rutschen ist deutlich höher.

Eingesteckte Akkus des Dual-Ladegeräts

Abhilfe schafft bei mir ein Gummizug, welcher die Akkus in Position hält. Das ist nicht zufriedenstellend, hat sich auf dem Trail jedoch bewährt. Optional kann man auch noch etwas zwischen die Akkus stecken, damit sie gerade in den Führungen stecken und auch auf lange Sicht gut funktionieren.

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Powerbank

Bei der Powerbank war es mir wichtig, möglichst viel Strom „einpacken“ zu können. Die Powerbank sollte also genügend Saft haben, um im Notfall meine Akkus, ein Handy und den Fahrradcomputer laden zu können.

Die Powerbank meiner Wahl bietet diese Power, denn sie verfügt über 22400 mAh und 3 USB-Anschlüsse mit einer Maximalversorgung von 3.4 A, Pro Anschluss. Das reicht auch mal aus, um eine Nintendo Switch zu laden, wenn sie nicht bespielt wird.

Das Gewicht der Powerbank ist natürlich nicht zu vernachlässigen. Meine Powerbank bringt ein Gewicht von 446 g auf die nicht geeicht Ikea Waage. Das ist natürlich nicht zu unterschätzen und so sollte man sich halt gut überlegen, ob die Mitnahme wirklich notwendig ist. Mit der Zeit bekommt man aber ein gutes Gefühl dafür, ob man mit seinen Akkus auskommen wird.

Außerdem geht das Gewicht in der Praxis meist in dem Gesamtgewichts des Rucksacks unter. Meine Powerbank ist anscheinend aber bei Amazon nicht mehr verfügbar, weshalb ich Dir eine vergleichbare Powerbank herausgesucht und verlinkt habe.

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GoPro Chesty

Mit der neuen GoPro habe ich mir auch endlich einen Original Chesty zugelegt. Vorher habe einen Amazon Chesty gefahren, welcher auch zuverlässig seinen Dienst erledigt hat. An manchen Stellen vielleicht sogar besser, denn bei dem neuen Chesty habe ich das Gefühl einer leichten Omnipräsenz des rechten Arms zu haben.

Omni was?! Ja, sorry, ich wusste nicht, wie ich es besser hätte formulieren sollen. Auf Videos und Fotos ist häufig mehr von meinem Rechten Arm im Bild, als von meinem linken. Das stört mich ein wenig, denn das bin ich von dem Amazon Chesty nicht gewohnt.

Es kann natürlich auch sein, dass es mit der deutlich größeren Größe der GoPro Hero 9 zu tun hat und die Linse nun nicht mehr mittig auf der Brust sitzt. Die Folge sind dann solche Motive:

Chesty mit Omnipräsenz?

Okay, Luxusprobleme, denn in der Bildbearbeitung kann man natürlich noch einiges herausholen. Aber ich ärgere mich über jedes Pixel, welches ich an die Bildbearbeitung verliere, denn ich möchte meinen Lesern und Zuschauern ja möglichst viele Eindrücke per Bild vermitteln.

Ich habe mich mit dem Problem auch schon mal an GoPro gewendet, bisher aber ohne Feedback.

GoPro Chesty

Sonst habe ich am Chesty aber nichts zu meckern. Er ist bequem, lässt sich leicht an- und ablegen, ist toll verarbeitet und ist auch auf langen Strecken nicht störend.

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GoPro Remote

Die neue GoPro Remote habe ich zunächst nur spöttisch belächelt, weil ich schon mit dem Vorgänger nicht wirklich warm geworden bin. Ständig hat sich das Ding nicht verbunden, ständig war es leer und ständig war es unzuverlässig.

Auch die neue Remote hatte nur wenig Vorschusslorbeeren geerntet, weil sie nur mit GoPros ab der Hero 8 kompatibel ist. Ärgerlich, wenn man halt noch eine 5er, 6er oder 7er sein Eigen nennt. Aber dennoch habe ich es gewagt sie mir zu kaufen und bin leider dann doch begeistert.

Die Verbindung zur GoPro ist schnell hergestellt, die Bedienung ist intuitiv und der Akku hält gefühlt ewig. Das träge Touchscreen der GoPro Hero9 ist mit Handschuhen noch schwerer zu bediene als ohne und spätestens da kommt die Remote bei mir ins Spiel. Auf dem Vorbau meines Gravels montiert, zeigt sie mir zuverlässig an, ob die Kamera noch aufnimmt oder nicht. Ich kann schnell den Shortcut von „Fahrrad“ auf „Film“ ändern und filme seither deutlich entspannter.

Hier möchte ich eine klare Kaufempfehlung aussprechen.

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GoPro Shorty

Der Shorty kommt bei mir immer dann zum Einsatz, wenn ich die GoPro längere Zeit in die Hand nehmen will. Es handelt sich dabei um einen Griff, mit integriertem Selfie-Stick und Tripod. Auf Tour begleitet er mich meistens nicht, weil ich da selten längere Zeit ohne Chesty filme, aber wenn ich mit der Familie unterwegs bin, eignet sich der Shorty optimal für Aufnahmen aus der Hand.

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GoPro Media Mod

Das letzte Pferd in meinem GoPro Stall ist der Media Mod. Durch ihn habe ich mir erhofft, die Tonqualität der GoPro Hero 9 zu verbessern, mit mäßigem Erfolg, wie ich sagen muss. Ja, der Ton ist besser. Auch die Windgeräusche sind deutlich reduziert, aber der Sound kommt nicht an ein Rode Mikrofon heran.

Aber was nicht ist, kann man ja ändern. Denn der Media Mod verfügt über weitere Schnittstellen, welche es ermöglichen, ein externes Mikro anzuschließen. Mit 2 Blitzschuhen verfügt das Case auch über die passenden Montageplätze für ein Licht oder eben das angesprochene Mikro.

Hier muss man aber abwägen, was man von den Videoaufnahmen erwartet und was man sich an Auffälligkeiten zumuten will. Es ist nicht jedermanns Sache, mit einem fetten Rode-Windschutz auf einer GoPro umherzulaufen.

Für mich hat der Sound der Media Mod bisher immer gereicht, daher ist er ebenfalls ein Teil meines GoPro Setups für 2021.

Media Mod bei GoPro

Weiterführende Links:

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