Projekt Fixie – Der Basil Portland Frontgepäckträger

Ich habe wieder etwas gelernt. Von einem Fixie spricht man immer dann, wenn die Flip Flop Nabe auf starr steht. Alles andere ist ein Singlespeed. Weil ich an meiner Gesundheit hänge, fahre ich also kein Fixie, sondern Singlespeed. Vermutlich werde ich aber auf mal die Nabe umlegen und ausprobieren, wie es sich im Fixie Modus fährt, aber darum soll es heute erstmal nicht gehen.

Heute geht es um einen Frontgepäckträger, den ich mir für mein Brötchen-Bike gekauft habe.

Was ist das für ein Frontgepäckträger?

Es handelt sich bei dem Frontgepäckträger um einen Basil Portland in der Farbe Schwarz. Ich habe eine Weile gesucht, bis ich diesen Frontgepäckträger gefunden habe. Was meine Suche erschwert hat, ich kenne mich mit Gepäckträgern und Körben nicht aus. Welcher Hersteller jetzt was taugt und welcher nicht, war und ist mir völlig unbekannt.

Aber wenn man auf Nummer sicher gehen will, schaut man mal über die Grenze in unser Nachbarland die Niederlande. Dort wurde ich schnell fündig und es kristallisierte sich ein Modell heraus: der Basil Portland.

Woher hab ich den?

Meine erste Anlaufstelle war Amazon. „Nur mal gucken“. Da sollte die schwarze Version (*) fast 67 € kosten. Das gleich Modell in Alu Natural (*) immerhin noch fast 61 €. Schon reduziert aber immer noch mehr als ich eigentlich ausgeben wollte. Auch bestand ich auf Schwarz.

Dann fand ich den Onlineshop von Frank. Dort sollte der Gepäckträger nur noch 52,20 € kosten. Das machte mich misstrauisch, denn der Shop sah auf den ersten Blick wenig vertrauenswürdig aus. Der Shop ist über diverse Landesdomains erreichbar, deutlich günstiger als andere und hat seinen Sitz in den Niederlanden. Grundsätzlich ja nichts Verkehrtes, aber ich war misstrauisch.

So recherchierte ich zu dem Shop. Ich landete bei Trustedshops und fand dort allerhand vor. Viel Positives, ein paar negative Kommentare. Aber Trustedshops fand ich in der Vergangenheit wenig repräsentativ und so schaute ich mal bei Trustpilot rein. Seit meiner Gravelbike Odyssee vertraue ich dem Portal doch sehr.

Und das Portal schreibt viel Negatives. Oft aber haben die Leute Probleme mit Retouren, Storno und Nachfragen. Will ich mir das antun? Ja, ich will, denn ich zahle per PayPal und hoffe somit auf den Käuferschutz. Also bestelle ich bei Frank und warte ab.

Und was soll ich sagen? Lief alles gut! Samstag, den 12.06.2021 bestellt, Dienstag, den 15.06.2021 geliefert. Dazwischen die gewohnten Mails mit Statusmeldungen. „Bestellung erhalten, Bestellung bearbeitet, Paket verschickt!“ Danach von den holländischen Paketunternehmen „Wir haben Ihr Paket erhalten, wir transportieren es weiter, wir haben es an unseren deutschen Partner übergeben“. Danach dann nichts mehr, denn der Partner ist Hermes.

Aber am Dienstag erhielt ich dann ein leicht ramponiertes Paket mit dem Gepäckträger.

Was war dabei?

Der Lieferumfang enthält alles, was man für eine erfolgreiche Montage benötigt:

  • Den Gepäckträger
  • Zwei Stützstreben
  • Ein abnehmbarer Riemen
  • Schrauben, Muttern und Unterlegscheiben
  • Eine Montageanleitung

Technische Daten

  • Maße: 41 x 33 x 51 cm
  • Tragelast: Maximal 10 kg
  • Material: Aluminium
  • System: Rohrkopf Montage
  • Artikelnummer: 50408
  • Lampenmontage ist möglich.
  • Geeignet für 26-Zoll und 28-Zoll Fahrräder

Wie ist die Verarbeitung / Wie fühlt es sich an?

Kurz zusammengefasst, ich kann mich nicht beklagen. Schon beim Auspacken fühlte sich alles wertig und durchdachte an. Der Träger war gut verpackt, der Karton stabil und alle Schrauben und Streben waren so verpackt, dass sie den Träger nicht zerkratzen, auch wenn der Paketzusteller einen schlechten Tag hätte.

Die Verarbeitung des Basil Portland lässt sich nicht beanstanden. Alle Schweißnähte sehen sehr gut aus und auch die Lackierung ist tadellos. Gleiches gilt für die Streben, auch hier ist gut gearbeitet worden. Alles macht einen hochwertigen Eindruck und vermittelt so das Gefühl, von Belastbarkeit und Langlebigkeit im Alltag.

Wie lief die Montage?

Wenn man die Montage auf wenige Worte reduzieren will, so sagt man: „5 Schrauben, 2 Streben, einen Stütze, fertig!“ Und im Grunde ist es das auch.

Ich machte mir erstmal ein Bild davon, wie der Träger aussehen wird und begann dann mit der Montage der Streben am Gepäckträger. Dabei legte ich den Portland kopfüber auf meine Werkbank und schraubte die Stützstreben an den Kopf. Später stellte sich heraus, dass ich sie komplett spiegelverkehrt montiert hatte. Hier also Obacht.

Den Stütze montierte ich hinter der Bremse. Ich entfernte die beiden Unterlegscheiben, welche den die Bremszangen von Rahmen distanzierten und ersetzte sie durch dünnere Unterlegscheiben und eben dem Halter. So behielt ich die nahezu identische Sitzposition der Bremse zurück und hatte meine Stützstreben montiert.

Ist das erledigt, kommt der Gepäckträger auf die Stütze, wird mit 2 Schrauben leichte verschraubt, das Laufrad wird gelöst und die Stützstreben in die Enden der Nabe eingehängt. Danach alles wieder gut festschrauben, den modischen Gurt montieren und fertig.

Die ersten Meter

Meine ersten Meter waren wenig spektakulär. Nur mal eben ein wenig auf dem Hof hoch und runter. Seltsames Gefühl, alles sehr frontlastig, aber das wollte ich ja auch so. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt ja noch keine 20 km auf dem Bike gemacht, von daher kann ich also eigentlich keinen objektiven Vergleich ziehen.

Die erste Bewährungsprobe hatte die Combo aber einen Tag später, als ich in der Mittagspause eben zum Baumarkt radelte, um ein Kleinteil für die Dusche zu kaufen und mich spontan zum Kauf einer Oberfräse hinreißen ließ.

Kleinteil und Oberfräse passten problemlos in die Tasche und die neu gekauften Gummibänder, welche ich für solche Lasten auch praktischerweise gekauft hatte, hielten alles wo es sein sollte. So radelte ich mit meiner ersten schweren Beute nach Hause und muss sagen: Das klappte hervorragend.

Ein wenig Fingerspitzengefühl muss ich noch beim Beladen des Gepäckträgers entwickeln, denn das Vorderrad entwickelt schon mal schnell eine gewisse Eigendynamik, wenn man etwas auf den Träger schnallen will. Aber das wird schon.

Fazit

Der Bazil Portland ist genau wonach ich gesucht habe. Ich wollte einen Korb ähnlichen Gepäckträger im Vintage-Design für mein Fixie / Singlespeed / Bröchtchen – Bike und den habe ich bekommen. Die Qualität macht einen guten Eindruck, die Montage war einfach und nur bei dem Shop hatte ich meine Sorgen. Mittlerweile habe ich das Bike schon häufiger für das genutzt, was ich damit ursprünglich vorhatte.

Brötchen kaufen, kleine Erledigungen machen und das Rad mit einem entspannten Gefühl vor einem Laden anschließen. Das Fahrgefühl ist noch komisch, was aber auch an dem kurzen Lenker liegen mag.

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