Unterwegs mit der GoPro – Mein Setup für volle Akkus

Meine GoPro gehört mittlerweile für mich zum Biken dazu wie der Helm und der Tacho. Auf der kleinen Feierabendrunde oder einem kurzen Besuch auf den Halden Hoheward oder Hoppenbruch braucht man ja auch nicht viel. GoPro, Chestmount und vielleicht noch 1 – 2 Wechsel Akkus und schon kann ein neues Video entstehen. Was aber, wenn man mal ein paar Tage in den Bike Urlaub fährt und dort den ganzen Tag unterwegs ist? In diesem Beitrag möchte ich Dir meine Lösung vorstellen, die ich 2018 bei unserem Bike Urlaub in Saalbach-Hinterglemm erprobt und für gut befunden habe.

Da wären natürlich zunächst die Kameras

Ich verwende aktuell 2 verschiedene GoPro Modelle. Zum einen eine GoPro Hero 6 und zum anderen eine GoPro Session 5. Die Session hatte ich als Erstes und die Hero 6 habe ich mir 2018, kurz vor dem Saalbach Urlaub gekauft. Mit der Session hatte ich schon eine ganze Menge Spaß und auch die Qualität der Videos war (im Vergleich zu meiner Rollei Vorgängerkamera) wirklich super. Aber leider bietet die Session nicht die Möglichkeit den Akku zu wechseln und so kommt sie bei mir meist nur noch als Kamera für spezielle Winkel, Montagepositionen oder auf einem Stativ zum Einsatz. Als kleine Handkamera oder VLOGing-Kamera taugt sie nichts mehr, wenn man einmal den Stabilisator der Hero 6 kennengelernt hat.

Für Saalbach habe ich mir dann halt noch die Hero 6 gekauft, denn besonders der Bildstabilisator der Hero 6 hebt das Ganze dann nochmal auf ein völlig neues Level! Von der Hero 7 mag ich erst gar nicht anfangen, aber die befindet sich auch nicht in meinem Besitz. Die Hero 6 kommt bei mir meistens in Kombination mit einem Chestmount zum Einsatz. Ich mag die Perspektive, wenn man den Trail und den Lenker sehen kann. Gelegentlich greife ich auch auf ein Gimbal zurück, auf welches ich in diesem Beitrag aber nicht näher eingehe. Was die Stromversorgung angeht, so kann man bei der Hero 6 die Akkus wechseln. Die 1220-mAh-Lithium-Ionen-Akkus gibt es für rund 30 € bei Amazon* und sie sind auch mit der Hero 5 und 7 kompatibel.

Meine treuen Wegbegleiter

Die Stromversorgung!

 Wie schon erwähnt, kann man die Akkus der Hero 6 problemlos wechseln. Ich selber habe 4 Stück davon im wechselnden Einsatz. Es hat sich gezeigt, dass ein Akku rund eine Abfahrt lang hält. Klar, mal mehr, mal weniger. Aber man tut gut daran regelmäßig mal einen Blick auf die Anzeige der GoPro zu werfen, um keine unangenehmen Überraschungen zu erleben. Nichts ist ärgerlicher, als wenn man den perfekten Moment verpasst hat. Um die Übersicht zu behalten, habe ich mir kleine Nummern auf die Akkus geklebt. Meist starte ich mit der Nummer 1 und wechsel dann der Reihe nach durch. Nach ein paar Monaten fange ich dann mit der Nummer 2 an und wechsle dann durch. So hoffe ich, die Akkus gleichmäßig abzunutzen und so möglichst lange was davon zu haben.

Wie ich an die 4 Akkus gekommen bin? Einer war bei der Hero 6 dabei, zwei habe ich mir als Zubehör gekauft und der vierte war bei dem Doppel-Ladegerät dabei, welche ich Dir als Nächstes vorstellen möchte.

Leere Akkus laden? Kein Problem!

Sind die Akkus leer, brauchen sie neuen Strom. So ist es schon immer gewesen. Man kann die Akkus nun entweder in der Kamera laden oder man investiert ein paar Euro in das GoPro Doppel-Ladegerät*. Wie schon erwähnt, ist im Lieferumfang ein weiterer Akku enthalten. Ein praktische LED Anzeige zeigt Dir an, ob der Akku leer ist oder voll. Die LED springt dann von orange auf grün um. Aber was für mich entscheidend war ist, dass ich zwei Akkus gleichzeitig laden kann und das per praktischem USB-C Anschluss. Im Hotel kann man so relativ mühelos 3 leere Akkus mit neuem Leben füllen. Und wenn man auf Nummer sicher gehen will, dann geht das wie folgt…

Power auf Tour – Powerbank & GoPro Doppel-Ladegerät

Das oben beschriebene Setup wurde abgerundet, durch eine leistungsstarke Powerbank mit 22400 mAh* Stunden Kapazität und 3 USB-Anschlüssen. Meist habe ich einen leeren Akku sofort in das Ladegerät gesteckt und ihn während der Tour schon laden lassen. Um das ganze Zeug zu verstauen, nutze ich das Werkzeugfach meines EVOC Rucksacks. Mein Werkzeug transportiere ich in einer eigenen Tasche, daher ist im Werkzeugfach immer genug Platz für Video Equipment.

Jetzt komme auch wieder die GoPro Session zum Einsatz, denn mit der Powerbank kann man natürlich auch die Session unterwegs bequem laden. Wenn ich die Session am Helm montiert hatte, habe ich sie auch in Ausnahmefällen direkt mit der Powerbank verbunden. Strom ohne Ende! Das Kabel habe ich dann am Helm vorbeigeführt und hinten in den Rucksack geleitet. Zugegeben, in die Öffentlichkeit würde ich mich damit vermutlich nicht trauen, aber es ging ja um gute Bilder aus Saalbach…

Das Setup auf der Waage

Jetzt kann man natürlich sagen: „Neeeee, das ist mir alles viel zu schwer!“ Das kann ich gut verstehen, aber man muss halt für sich selber entscheiden, was man will. Ich wollte, um jeden Preis jede Menge Videomaterial mitbringen, um hinterher eine gute Dokumentation des Urlaubs zu haben. Das Mehrgewicht war mir dabei egal. Außerdem habe ich an 3 von 4 Wochen auf dem Weg zur Arbeit ein Notebook auf dem Rücken. Zusatzgewicht stört mich nicht. Aber schauen wir mal auf die Küchenwaage:

Die Powerbank: 448 g
Das Doppel-Ladegerät: 63 g
Das USB-C Ladekabel: 18 g
Ein Ersatzakku: 24 g (3 insgesamt)
Die Akkutasche: 13 g

Alles zusammen: 614 g

Also etwas mehr als ein halbes Kilo für ausreichend Strom für ausreichend viel Videomaterial.

Spätes Geschenk an mich selber: Die GoPro Remote

Als wir dann aus dem Urlaub zurück waren stand für mich fest, ich brauche noch ein weiteres kleines Feature. Die GoPro Fernbedienung* sollte es mir in Zukunft deutlich einfacher machen, mehrere Kameras Synchron zu starten. Warum das wichtig ist? Wenn man viele Szenen hat, wo 2 Kameras das gleiche Geschehen einfangen, sucht man sich beim Schneiden gerne mal einen Wolf, bis man zwei Filme perfekt übereinander gelegt hat. Dann kann man sogenannte Multi-Cam Einstellungen machen, wo man zwischen zwei Perspektiven wechseln kann.

Mit der Remote kann man bis zu 50 Kameras auf eine Distanz von bis zu 180 m steuern. Okay, Hand aufs Herz. Das funktioniert vermutlich nur unter Laborbedingungen, aber der Grundgedanke ist super. Tobi z.B. kann immer nur eins. Entweder er fährt super oder er hat gutes Videomaterial. Wenn er gut fährt, vergisst er meistens die Kamera zu starten. Da auch er seine GoPro mit meiner Fernbedienung verbindet, kann ich für ihn die Aufnahme starten und er freut sich über gutes Videomaterial.

Wenn ich so auf das vergangene Jahr zurückblicke, ist die Fernbedienung eine lohnende Investition gewesen. Ich würde mich hier jedoch noch über die ein oder andere Innovation freuen. Die Reichweite könnte deutlich besser sein. Getreu dem Motto: „Aus den Augen, aus dem Sinn!“ hat die Fernbedienung manchmal Probleme, wenn man aus Sichtweite der Kameras gerät. Zum anderen, warum braucht man ein eigenes Ladekabel für diese Fernbedienung? Alles läuft mittlerweile über USB-C, warum nicht auf die Remote? Dann würde ich mir auch hier die Möglichkeit wünschen, den Akku zu wechseln. Die Fernbedienung ist relativ schnell leer, meist schneller als ein Tag im Wald endet.

Auch könnte ich mir in Zukunft vorstellen, dass so eine Fernbedienung auf Entfernung reagiert. Soll heißen, ich stelle mir vor, dass ich mir an einem Punkt auf dem Trail positioniere und der Kamera meine Position durch Tastendruck mitteile. Wenn ich dann mit dem Bike diesen Punkt passiere, löst die Kamera aus. So könnte man bessere Fotos schießen, wenn man alleine unterwegs ist und nicht grade einen Tross von Media-Experten im Schlepptau weiß.

Fazit:

Mit dem vorgestellten Setup habe ich den Saalbach Urlaub wunderbar auf Speicherkarte bannen können und hatte nie Probleme mit leeren Akkus. Andere Biker zeigten sich dazu noch überrascht, mitten auf dem Trail jemanden zu treffen, der ihre leeren Akkus laden konnte, während wir gemeinsam ins Tal fuhren. Das zusätzliche Gewicht ist natürlich ein Thema. Vielleicht kann man bei der Powerbank noch Gewicht einsparen, aber dieses Setup hat für mich funktioniert und könnte ja auch für Dich eine Inspiration sein. 

Weiterführende Links:

GoPro Session 5*

– GoPro Hero 6* / GoPro Hero 7*

Powerbank*

GoPro Doppel-Ladegerät*

GoPro Zusatz Akkus*

GoPro Fernbedienung*

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